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27.04.2026#RLT-Gerät

Skalierbar, effizient und kompakt in die Zukunft

WOLF, Mainburg, stellt seinen Fachkunden kompetente Ansprechpartner zur Seite, die sie während der gesamten Projektphase unterstützen. Geert Paelinck, Business Development Manager für Datacenter bei WOLF, erläutert die besonderen Herausforderungen dieses Geschäftsbereichs und die entsprechenden Lösungsansätze.

Sie sind der Ansprechpartner für Datacenter. Was zeichnet Sie aus?

Geert Paelinck: Als Business Development Manager für Datacenter bei WOLF bin ich der zentrale Ansprechpartner innerhalb unserer Organisation sowie für Investoren, Betreiber, Anlagenbauer und Fachplaner, die die Planung und den Bau eines Rechenzentrums vorbereiten oder umsetzen.
Unsere besondere Expertise liegt im Bereich Colocation‑Datacenter, ergänzt durch die Umsetzung von Hyperscale‑Projekten. Wir vernetzen Planungsprozesse, Betreiberanforderungen und unser Datacenter-Know-how, und richten unsere leistungsstarken Lösungen gezielt auf die Anforderungen moderner Rechenzentren aus.

WOLF‑Kunden schätzen unsere Fachbereichs-übergreifende Expertise. Bereits in der frühen Projektphase analysieren wir gemeinsam mit den Planern die Projektanforderungen und -Zielsetzungen und identifizieren technische Besonderheiten. Darauf aufbauend entwickeln wir Konzepte für eine energieeffiziente und skalierbare Datacenter-Kühlung, die technisch und energetisch optimal zu den Anforderungen des jeweiligen Projektes passen.

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Datacenter gibt es in unterschiedlichen Größen und Klimazonen. Vor welchen Herausforderungen steht die Branche?

Geert Paelinck: Der wachsende Bedarf an Rechenleistung durch Digitalisierung, KI-Anwendungen sowie das Bestreben nach größerer europäischer digitaler Souveränität führt zu mehr Rechenzentren und gleichzeitig pro Standort zu deutlich höherer installierter IT-Leistung. Unabhängig von der Größe eines Datacenters oder seinem geografischen Standort gilt, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch bei stark schwankenden IT-Lasten in einem sehr engen Korridor gehalten werden müssen. Die eigentliche Herausforderung durch Digitalisierung und KI-Anwendungen und ständig steigende Leistungsdichten liegt heute jedoch in der Geschwindigkeit des Wachstums. Sie verändert die Anforderungen an Rechenzentren erheblich.

Um die für ein Projekt passende Kühllösung zu definieren, muss der grundsätzliche Aufbau des Rechenzentrums frühzeitig klar beschrieben werden. Zu Beginn eines Projekts betrachten wir dann gemeinsam mit Planern und Betreibern die Themen Energieverbrauch, Redundanz und Flächeneffizienz, um diese sich widersprechenden Anforderungen wirtschaftlich unter einen Hut zu bekommen. Während zu Projektbeginn häufig nur die klimatischen Bedingungen des Standorts und gegebenenfalls die bestehende Gebäudegeometrie feststehen, lassen sich Kühlkonzepte flexibel anpassen.

 

Welche Themen stehen bei der Planung eines Rechenzentrums im Fokus?

Geert Paelinck: Der Energieverbrauch steht klar im Fokus, denn jede Verbesserung der Effizienz wirkt sich unmittelbar auf die Betriebskosten und damit auf die Wirtschaftlichkeit eines Datacenters aus. Unser Ziel ist, dass unsere Lösung unter den jeweiligen Standortbedingungen die energetisch und technisch sinnvollste ist – nicht nur im Teillast-, sondern auch im Volllastbetrieb.

 

Das zweite zentrale Thema ist der Ausfallsicherheit geschuldete Redundanz. Konzepte wie N+1 sind gängiger Standard und müssen hohe Ansprüche an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit erfüllen.

 

Der dritte Aspekt ist die für Kühllösungen zur Verfügung stehende Fläche. Rechenzentren müssen wachsen können, was sowohl skalierbare technische Lösungen als auch eine effiziente Nutzung von Technikflächen erfordert. Dieser Aspekt ist gerade bei Colocation‑Datacentern entscheidend, um zukünftige Ausbauphasen wirtschaftlich realisieren zu können.

 

Welche Rolle spielt Skalierbarkeit bei der Auslegung der Datacenter‑Kühlung?

Geert Paelinck:

Der Kühlbedarf eines Rechenzentrums entwickelt sich über den gesamten Lebenszyklus dynamisch. Sowohl die installierte IT‑Leistung als auch die Leistungsdichte steigen häufig schrittweise, weshalb zukunftsfähige Kühlkonzepte von Anfang an auf Wachstum ausgelegt sein müssen. Skalierbarkeit ist daher kein Zusatzmerkmal, sondern ein grundlegendes Auslegungskriterium moderner Datacenter‑Kühlung – unabhängig davon, ob es sich um Hyperscale‑, Colocation‑ oder Enterprise‑Rechenzentren handelt.

Entsprechend müssen Kühlsysteme heute wesentlich leistungsfähiger und flexibler ausgelegt werden als noch vor wenigen Jahren.

Klassische Konzepte mit zentraler Kälteerzeugung und dezentralen CRAH‑ oder CRAC‑Geräten erfordern häufig eine aufwändige Luftverteilung über Doppelböden oder umfangreiche Verrohrungen. Dies erhöht den baulichen Aufwand und die Komplexität der Systeme und stößt mittlerweile bei steigenden Leistungsdichten zunehmend an Grenzen.

 

Welche Lösung für Datacenter bietet WOLF?

Geert Paelinck: Klimatisierungskonzepte, die hohe Kühlleistung mit Skalierbarkeit, Redundanz und effizienter Flächennutzung verbinden, wie zum Beispiel Fanwall‑Systeme, ermöglichen es, Kühlleistung modular und bedarfsgerecht bereitzustellen.

Fanwall-Systeme erzeugen hohe Luftvolumenströme und können diese flexibel an unterschiedliche Lastprofile anpassen.

 

Die Einheiten werden direkt angrenzend an den Whitespace oder als Teil des Serverraums installiert und arbeiten mit hocheffizienten EC-Ventilatoren, optimierter Luftführung und leistungsfähigen Wärmetauschern im reinen Umluftbetrieb. Die hohe Kühlleistung wird also bei niedrigem Energieeinsatz dort bereitgestellt, wo sie benötigt wird, während lange Luftwege, hohe Druckverluste und aufwändige Luftführung vermieden werden.

 

In vielen Fällen kann auf Doppelböden verzichtet werden, und Wartungsarbeiten lassen sich vollständig vom Servicegang aus durchführen. Das vereinfacht spätere Ausbauphasen und erhöht insbesondere in Colocation‑ und Hyperscale‑Umgebungen die Betriebssicherheit.

Gleichzeitig lassen sich Redundanzkonzepte einfach umsetzen.

 

Verfolgen Sie einen speziellen WOLF-Ansatz, um Lösungen für Datacenter zu finden?
Geert Paelinck: 
Unsere größte Stärke ist der persönliche und partnerschaftliche Dialog auf Augenhöhe mit unseren Kunden und ihren Planern. In vielen Fällen bestehen Geschäftsbeziehungen bereits seit Jahrzehnten. Gleichzeitig kann WOLF auf über 60 Jahre Erfahrung in der Entwicklung raumlufttechnischer Systeme „Made in Germany“ zurückgreifen.
Wir hören genau zu, analysieren die jeweiligen Anforderungen und Rahmenbedingungen und entwickeln daraus technisch und wirtschaftlich passende Lösungen. Statt starrer Standardkonzepte, passen wir unsere Systeme gezielt an die spezifischen Anforderungen eines Projektes an. Erkenntnisse aus der Praxis nutzen wir darüber hinaus zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Produkt-Portfolios – und zwar in unseren eigenen Forschungs‑ und Entwicklungsabteilungen gemeinsam mit Kunden und Planern.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich vor Ort immer wieder aufs Neue. So konnten wir im Rahmen eines Pilotprojekts einen der großen europäischen Datacenter‑Betreiber von unserem Fanwall-Konzept überzeugen. Heute sind weitere vergleichbare Projekte in Planung.

 

Als besonders zukunftsfähige Lösung - auch für hybride Datencenter - empfehlen wir unsere Fanwall DCA. Sie benötigt im Vergleich zu konventionellen Lösungen nicht nur rund 8 Prozent weniger Energie, sondern bietet zusätzlich den Vorteil, dass ihre besonders komfortable Wartung ausschließlich vom Technikgang aus erfolgt.  

 

Weitere Infos zu WOLF Fanwall DCAwww.wolf.eu/de-de/produkte/datencenter-fanwall-dca

 

 

 

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